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Mit der Entdeckerlinse durchs Naturkundemuseum

9. Jan 2018 1534

Wenn man in Berlin groß geworden ist oder einmal das Museum für Naturkunde in Berlin besuchte, hat man das Haus schnell in sein Herz geschlossen und besucht es gern immer wieder. Das schöne Haus, welches einen gleich mit der Saurierwelt und dem 13 Meter hohen Brachiosaurus brancai begrüßt, hinterläßt bei Groß und Klein einen bleibenden Eindruck.

So waren wir vor kurzem einmal wieder im Naturkundemuseum und haben dort die Sielmann! Sonderausstellung entdeckt.

Sielmann! Sonderausstellung

Naturkunde Museum Berlin Sielmann Sonderausstellung Museum fuer NaturkundeAnlässlich des 100. Geburtstages von Heinz Sielmann präsentiert das Museum für Naturkunde Berlin gemeinsam mit der Heinz Sielmann Stiftung seit Juni die Ausstellung “Sielmann!”

Die Ausstellung lädt die Besucher auf eine ganz besondere Art und Weise ein, die heimische Flora & Fauna zu erkunden. Das ist in diesem Fall auch ganz wörtlich zu nehmen. Denn aus ganz unterschiedlichen Winkeln und Positionen können Kinder und Erwachsene heimische Tierarten wie Wisent, Wildkatze und Luchs entdecken.

Auch sind beispielsweise Ausschnitte aus dem filmischen Werk Heinz Sielmanns jeweils passend zu den Tieren auf Bildschirmen zu sehen. Diese sind jedoch nicht sofort für jedermann sichtbar.

Kinder begeistern!

Kinder auf Entdeckungsreise - Naturkunde Museum Berlin Sielmann Sonderausstellung Museum fuer NaturkundeGenau hinschauen ist ein Leitmotiv der gesamten Ausstellung. Kinder entdecken die faszinierende Welt der Natur auf Augenhöhe! Für sie wurden besondere Bereiche im “Kinderformat” eingerichtet, in die die Großen nur schwer vordringen. So entschlüsseln sie in der Ausstellung ganz andere Geheimnisse als ihre Eltern und erschließen sich ihre eigene Faszination für die Natur. In der Ausstellung werden mehr als 80 Präparate von Tierarten, die in Sielmanns Naturlandschaften und Biotopverbünden leben, gezeigt.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung bietet die Möglichkeit, die Welt durch das Kameraobjektiv von Heinz Sielmann zu entdecken. Mit den bereitgestellten Entdeckerlinsen kann man mit dem bloßen Auge nicht zu sehende Filme auf den Monitoren der verschieden Exponate sichtbar machen und so noch tiefer in die Welt von Heinz Sielmann eintauchen.

Bild ohne die Entdeckerlinse
Bild mit Entdeckerlinse (mit Polarisationsfilter)

Wer war Heinz Sielmann?

Prof. Heinz Sielmann ist als Dokumentar- und Tierfilmer mit der in der ARD laufenden Sendereihe „Expeditionen ins Tierreich“ bekannt geworden. In zahlreichen Folgen zeigte er bedrohte Tierarten aus aller Welt in ihren Lebensräumen. Er veröffentlichte mehr als 30 Bücher, darunter seinen autobiographischen Bildband „Mein Abenteuer Natur“. 1983 erhielt Sielmann den Bambi für den besten abendfüllenden Naturfilm und 1990 für sein Lebenswerk.

Nichts hinterlässt einen tieferen Eindruck als das persönliche Erleben in freier Natur. Heinz Sielmann

Die Heinz Sielmann Stiftung will das Interesse der Öffentlichkeit am Naturschutz fördern und sie gleichzeitig für die dringlichen Themen in diesem Bereich gewinnen. Sie setzt die Zusammenhänge in der Natur in nachvollziehbarer Art und Weise in Beziehung und zeigt konkrete Maßnahmen auf, die zum Mitmachen animieren. Ganz in der Tradition des Tierfilmers Heinz Sielmann nutzt sie dazu Multiplikatoren und Medien, die ihre Botschaften in die Öffentlichkeit tragen.

Hinweis

Es gibt demnächst zwei interessante Veranstaltungen im Naturkundemuseum Berlin:

25. Januar 2018 von 19:30 bis 21:00 Uhr: Stimmen der Natur im Wandel der Jahreszeiten

22. Februar 2018 von 19:30 bis 21:00 Uhr: Wisent-Wildnis vor den Toren Berlins

Ergänzung

10.01.2018

Die Sielmann Sonderausstellung geht in die Verlängerung!

Bis einschließlich 24. April kann diese nun noch erkundet werden.

Wie es funktionieren die Entdeckerlinsen

Die mit einem Polarisationsfilter ausgestattet Entdeckerlinse im Naturkundemuseum BerlinUm zu erkennen was sich hinter den weißen Feldern verbirgt und für den Blick durch das Kameraobjektiv von Heinz Sielmann, benötigt man die “Entdeckerlinsen”. Diese sind keine richtigen Linsen sondern Polarisationsfolien, die das “versteckte Bild” auf den Monitoren sichtbar machen.

Polarisation von Licht

Licht lässt sich physikalisch mit der Teilchen- und der Wellenthorie erklären. Beugung, Interferenz und Polarisation sind wellentypische Erscheinungen, die mit dem Wellenmodell erklärt werden können.

Lichtwellen sind elektromagnetische Wellen, die sich im Raum unterschiedlich und räumlich zufällig ausbreiten. Sorgt man aber z. B. durch spezielle Filter, so genannte Polarisationsfilter, dafür, dass Licht nur in einer Schwingungsrichtung schwingt, dann bezeichnet man solches Licht als polarisiertes Licht.

Schematische Darstellung eines Polarisationsfilters Im Modell sieht man schematisch, wie aus einer nicht gerichteten Lichtquelle durch einen Filter eine gerichtete, polarisierte Lichtwelle wird. Bringt man im Anschluss einen zweiten Polarisationsfilter an, so geht die Welle hindurch, wenn dieser ebenso wie nun die Welle senkrecht steht. Dreht man ihn um 90° kann ihn die Welle nicht durchlaufen. Durch Polarisationsfilter, die um 90° gegeneinander gedreht sind, geht also kein Licht hindurch.

Licht kann auch durch Reflexion und Brechung polarisiert werden. Das Sonnenlicht wird beim Durchgang durch die Atmosphäre ebenfalls teilweise polarisiert. Wird das Licht von einer glatten Oberfläche, wie beispielsweise einer nassen Fahrbahn, reflektiert, wird das Licht ebenfalls polarisiert. Hier kann die Sicht durch polarisierende Sonnenbrillengläser optimiert werden, indem sie die reflektierten, polarisierten Lichtstrahlen “ausblenden”.

Es gibt auch Lichtquellen, die polarisiertes Licht aussenden. Ein Beispiel dafür sind Laser.
Bei modernen Monitoren schwingt das Licht durch Polarisator parallel zur Display Oberfläche. Mittels Spannung (Strom) drehen sich die Moleküle in der Bildschirmebene und ein Bild wird durch einen zweiten Polarisator erkennbar.

Funktionsweise einer einfachen LCD-Zelle / Polarisation  LCD Display

Entfernt man nun den internen zweiten Polarisator (siehe Bild 'Taschenrechner'), der die Inhalte sichtbar macht, bleibt der Bildschirm für den Betrachter erst einmal weiß. Erst wenn man einen zweiten Polarisator, wie die “Entdeckerlinse”, zur Hand nimmt und vor das Auge hält, können wir sehen, was auf dem Bildschirm angezeigt wird.

...und natürlich haben wir auch noch ein Bild von Tristan

Tristan – Berlin zeigt Zähne | Naturkundemuseum Berlin

Unsere Linktipps zum Thema:

Informations- & Bildquellen zum Thema

 
  1. Flüssigkristallanzeige (englisch liquid crystal display, LCD) Informationen Wikipedia
  2. Darstellung einer TN-LCD-Zelle aus dem Kompendium der Infotip Service GmbH
  3. Joachim Herz Stiftung Artikel zur Funktion von LCD-Displays
  4. Lernhelfer.de des Bibliographisches Institut GmbH erklären Polarisation von Licht

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